Kurzmitteilung

„Die Geschichte ist Geschichte“

brown-coal-energy-garzweiler-bucket-wheel-excavators-60008Für die Rubrik ZEITLUPE, die jeden Dienstag im Rahmen der WDR3-Sendung Mosaik ausgestrahlt wird, berichten ab April fünf Autorinnen und Autoren in kurzen Radioessays aus den verschiedenen Regionen NRWs. Heute sprach CW über „Ortsinanspruchnahme, Wüstung und Überbaggerung“ im Rheinischen Braunkohlerevier. Der Beitrag kann hier online noch einige Zeit nachgehört werden: „Die Geschichte ist Geschichte“. (Leider online nicht mehr verfügbar.)

Lyriker*innentreffen „Dichten 2020“

Foto: Kunststiftung NRW

Auf Einladung der Kunststiftung NRW und des Literarischen Colloquium Berlin trafen sich im Juli 15 Lyrikerinnen und Lyriker zu Klausurgesprächen im Kloster Steinfeld in Kall/Eifel. Christina Irrgang und der Lyrikkritiker Michael Braun schildern ihre Eindrücke und Beobachtungen des Treffens auf der Webseite der Kunststiftung NRW.

In seinem Beitrag für die Neue Zürcher Zeitung schreibt Michael Braun u.a.:

Foto: Kunststiftung NRW

[…] Bis hin zu Christoph Wenzels konzisen Erkundungen der Sozialgeschichte des Dorfes: Gedichte, in denen sich – wie in jedem guten Gedicht – der Autor zugleich ausdrückt und auch verbirgt.

An deren Ende ersteht aus dem Beschwören von Personennamen und kryptischen Rotwelsch-Formeln überraschend und konzis noch einmal neu die Zauberspruch-Qualität der Dichtung: «also werden seelen gezählt, schäfchen, silben / auf den klingelschildern. hier schultheiss, schulte, / da neumann, neander, unter ferner liefen dann: / bachum, tacken, balachesen.»

Für Deutschlandfunk Kultur berichtete Holger Heimann: Lyriktreffen in der Eifel. Wie sich Sprache zum Klingen bringen lässt.

kreidephysik

VormbaumIm Juli ist der Text kreidephysik aus dem vergriffenen Band tagebrüche das Gedicht des Monats auf der fachdidaktischen Webseite von Ulrich Vormbaum.

Vielen Dank fürs ‚Featuren‘!

Für alle Deutschlehrerinnen und -lehrer sowie für Lehramtstudierende lohnt die Seite mit ihren vielfältigen und reichhaltigen fachdidaktischen Materialien ohnehin einen Besuch.

„in der dunkelkammer leuchtet: der eierlikör“

schERBEN Auf Einladung der GWK haben sich Nora Gomringer, Dagmara Kraus und CW im vergangenen Jahr literarisch mit den archäologischen Funden auseinandergesetzt, die unter dem Falkenhof in Rheine bei Grabungsarbeiten entdeckt wurden und die das Herzstück der Ausstellung “Das Erbe der Morrien” bildeten. Als Ergebnis entstand das Booklet schERBEN, das man sich in Auszügen nun online anschauen kann. Darunter befinden sich auch vier der insgesamt acht Gedichte aus dem Zyklus fundbüro von CW. Das komplette Booklet kann man als schön gestaltetes Printprodukt inkl. CD mit den eingelesenen Texten bei der GWK per Mail ordern.

westfälischer Ziegel

IMG_20140624_184335Ein regelrechter Ziegelstein von einem Sammelband traf kürzlich hier ein: der 790 (!) Seiten starke, 13. Band der Reihe Literatur in Westfalen. Gleich drei Beiträge über und mit CW sind darin enthalten: ein Interview (gemeinsam mit Adrian Kasnitz), eine Laudatio und eine Rezension:

  • ARNOLD MAXWILL
    „Wir legen Risikokapital in gute Literatur an.“ Ein Gespräch mit Adrian Kasnitz und Christoph Wenzel (Auszug aus dem Interview im Hausblog Nottbeck)
  • ENNO STAHL
    Laudatio auf Christoph Wenzel anlässlich der Vergabe des Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendiums 2013
  • KERSTIN MERTENSKÖTTER
    Poesie und Poetologie. Das Editionsprojekt roterfadenlyrik

Literatur in Westfalen. Beiträge zur Forschung 13. Im Auftrag der Literaturkommission für Westfalen, Münster. Hg. v. Walter Gödden u. Arnold Maxwill. Aisthesis, 2014.

schERBEN / fundbüro

BildAnlässlich der Ausstellung „Das Erbe der Morrien“ im Falkenhof in Rheine hat die Gesellschaft für westfälische Kulturarbeit (GWK) Nora Gomringer, Dagmara Kraus und CW eingeladen, die ausgestellten, barocken Scherbenfunde literarisch zu spiegeln.

Bei Baggerarbeiten im Falkenhof, einem alten Adelssitz, wurde ein archäologischer Fund gemacht, der überregional für eine Sensation sorgte. Man entdeckte ein unterirdisches Kanalsystem und fand im stinkenden Schlamm 21.000 Scherben! Sie bezeugen das Leben der Hausherren von 1600 bis 1800.

Am 18. Mai wurden in Rheine die Ergebnisse mit einer Lesung und einem begleitenden Katalog mit dem Titel schERBEN vorgestellt. Unter dem Titel „fundbüro“ sind acht Gedichte von CW darin enthalten.